04 Geschichte 3D und diachrone Kommunikationswissenschaft

Zusammenfassung   Grundprinzipien ökologischen Denkens

Die Ökologie ist zunächst eine Lehre von den dynamischen Wechselbeziehungen zwischen artverschiedenen Systemen. Sie leistet insoweit Beiträge zum Verständnis von Vernetzungsprozessen, fördert 'vernetztes Denken'. 

Diese Beziehungslehre setzt (2.) eine Typologie der Lebewesen und der unbelebten Natur voraus. Selbst wenn diese zunächst nur aus dem Bedürfnis nach einer übersichtlichen Ordnung entstanden ist, so liegt ihr im Grunde doch eine Emergenztheorie zugrunde. Wer keine unterschiedlichen Arten annimmt und damit auch nicht an der Klärung unterschiedlicher Beziehungstypen interessiert ist, betreibt keine Ökologie.

Drittens wird die Entstehung der Arten und der Wechsel der Beziehungen im Rahmen einer Entwicklungslehre als Koevolutionsprozess beschrieben. Ökologisches Denken besitzt auch immer einen historischen Parameter.

Viertens geht die Ökologie von einer kybernetischen Steuerungslehre aus. Unter der Grundannahme der Knappheit der Ressourcen erscheinen Prozesse als Ausgleichsvorgänge, die nach flexiblem Gleichgewicht streben.

Die vier Grundprinzipien setzen sich wechselseitig voraus, so dass jede Darstellung eines Prinzips unvollständig bleibt.

Schema: Hypergraphik 'Geschichte' (Geschichte und andere Prozesse)

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